Hallo Uwe hier.

Ist das eine wirkliche Frage? Ich finde, sie beantwortet sich von selbst!

Wir alle kennen nervende Werbeeinblendungen im Fernsehen, im Radio oder auch auf Webseiten – keiner will das und doch werden Unsummen für manchmal richtig schwachsinnige Werbespots ausgegeben.

Ich frage mich manchmal, ob das nur mir so geht – ich schalte den Radio aus oder mit der Fernbedienung in ein anderes Programm, wenn die Werbung lost geht – oder ob das alle nervt? Ich komme dann zu dem Schluss, dass Werbemacher nur wenig über die Menschen wissen, denen sie etwas verkaufen sollen.

Ganz anders beim so genannten „Content-Marketing“ oder auch „Inbound-Marketing“ genannt! Hierbei schafft man Nutzen für alle. Wertvolle und interessante Informationen, an die richtige Zielgruppe gerichtet, schafft nicht nur Aufmerksamkeit, sondern erzeugt auch Reputation und Expertenstatus.

Aber was ist den jetzt eigentlich Content- oder Inbound-Marketing genau?

 

Beim Inbound-Marketing geht es darum, sich ernsthaft mit einem Kunden bzw. Leser zu verbinden, anstatt ihn mit nervigen Werbespots zu unterbrechen.

 

Heute suchen Menschen online nach Lösungen für ihre Probleme und Wünsche. Biete ich mit meinen Blog-Artikeln und Download-Dateien Lösungen und hilfreiche Informationen, werde ich als Problemlöser und Experte in meinem Themengebiet gesehen. Ich erarbeite mir ein ganz anderes Standing in meiner Kundengruppe, als wenn ich nur platte Werbebotschaften poste.

Wenn ich diese Rolle ernst nehme, können sich meine Leser auch darauf verlassen, dass ich sie nicht enttäusche. Und dann kann ich ihnen auch – vorsichtig und sparsam – meine, oder auch fremde Produkte empfehlen, wenn ich mir sicher bin, dass diese meinen Kunden auch den gewünschten Nutzen bringen.

 

Ich werde vom Verkäufer zum Empfehler – und das ist eine ganz andere Position!

 

Hand aufs Herz, was ist das wichtigste Kriterium bei deinen Kaufentscheidungen? Ist es nicht so, dass du, auch wenn du dich emotional schon für ein Produkt entschieden hast, erst wirklich sicher und zufrieden bist, wenn dir ein guter Freund, von dem du weißt, dass er Ahnung hat, empfiehlt das Teil zu kaufen?

Mir geht es jedenfalls so, zumindest bei größeren Entscheidungen.

 

Das heißt also, wir müssen als „Verkäufer“ unserer Produkte genau diesen Status erreichen! Und das geht nur über Content- bzw. Inbound-Marketing!

 

Ok, lass uns mal betrachten, was Inbound-Marketing ist und was es nicht ist. Hier die Gegenüberstellung von Content, sprich Inbound-Marketing und der klassischen Werbung, sprich „Outbound-Marketing“.

Outbound-Marketing

Störendes Marketing, das unterbricht

 

 

Fernsehwerbung

Postwurfsendungen

Zeitungsanzeigen

Telefonmarketing

Radiowerbung

Plakatwände

Messen und Ausstellungen

Kaltakquise

Inbound-Marketing

Erlaubnisbasiertes Marketing das hilfreich und nützlich ist

 

Content-Marketing

Blog-Artikel

Fachartikel

Suchmaschinenoptimierung

Social-Media

Email-Marketing

Landing-Pages

Automatisierung

CRM (Customer-Relationship-Management)

 

 

Im Gegensatz zur klassischen Werbung, ist Inbound-Marketing eine Investition in die Zukunft. Die einmal erstellten Artikel und Informationssammlungen bleiben erhalten und häufen sich immer weiter an – es entsteht ein immer größer werdenden Schatz an wertvollen Inhalten, die immer und immer wieder von begeisterten Lesern als Informationsquelle genutzt werden – und immer und immer wieder Interessenten zu Kunden machen!

 

Klassische Werbung kostet Geld – Content-Marketing bringt Geld!

 

Man kann also sagen, Inbound-Marketing ist nachhaltig und baut dauerhaft Werte auf. Werte, die langfristig betrachtet kaum mit Geld zu bezahlen sind. Ich denke dabei gerade an den Aufbau von Reputation und die Etablierung als Experte – das ist wertvoller und wichtiger als der tollste und teuerste Werbespott im Fernsehen.

 

Wie kannst du nun dein Content-Marketing am geschicktesten aufbauen und organisieren? Ich habe dir mal die wichtigsten Schritte hier aufgeschrieben:

  1. Der Idealkunde bzw. deine ideale Zielperson für deinen Content: Der logische erste Schritt ist die Bestimmung deiner idealen Zielperson. Für wen schreibst du eigentlich? Wen willst du mit deinen Texten für dich einnehmen und wer kann deine Produkte, die du letztendlich verkaufen willst, gebrauchen?
    Stelle dir folgende Fragen und versuche Sie so repräsentativ als möglich zu beantworten:

    a) Wie sieht deine ideale Zielperson aus? Wie alt ist sie? Wo wohnt sie? Was macht sie beruflich? Wie viel Einkommen hat sie? Hat sie Familie?b) Was ist der Grund, warum sie kauft? Warum hat sie entschieden, sich auf die Suche nach einer Lösung zu machen?c) Welche Vorteile erwartet sie für sich persönlich und für ihre Organisation, welche sind ihr wichtig?d) Was hält sie davon ab, bei dir zu kaufen? Was machen deine Mitbewerber besser? Gibt es irgendwelche Vorurteile?e) Wie sieht die Reise deines Kunden aus? Wie vergleicht er Optionen? Welche Influencer zieht er zu Rat? Wie hat er sich in welcher Phase entschieden?

    f) Welche speziellen Features der Lösung sind der Zielperson wichtig? Welche Eigenschaften haben alternative Lösungen?
    Nimm dir hierzu die Zeit, die du brauchst, um ein wirklich aussagekräftiges Bild von deiner idealen Zielperson zu modellieren. Frage auch Menschen aus deiner Zielgruppe nach deren Problemen und Bedürfnissen im Bezug auf dein Thema.

     

  2. Schritt – Content:

    a) Erstelle Content auf deiner Website oder auf deinem Blog. Ich empfehle dir so genannten „Evergreen-Content“ zu erstellen – soll heißen: Schreibe Artikel und Info-Broschüren mit dauerhaft gültigem Content. Keine tagesaktuellen News, die morgen schon keinen mehr interessieren.

    b) Schreibe „emotional, positiv und praktisch“. Erzähle Geschichten, die emotional berühren (wenn es dein Thema hergibt) und hole deine Leser bei ihren Problemen ab.

    Schreibe positiv, denn mit positiven Botschaften gewinnst du deine Leser für dich. Und erkläre praktisch, wie es funktioniert und wie deinen Lesern helfen kannst ihre Probleme zu lösen.

 

  1. Schritt – Redaktionsplan

    Erstelle dir einen einfachen redaktionsplan, in dem du festlegst, wann du über welches Thema schreiben willst. Das kann eine ganz einfache Tabelle sein, mit folgendem Aufbau:

DatumKategorieVorläufige ÜberschriftStichworte

Schreibe hier vorausschauend über einen gewissen Zeitraum deine Themen, über die du gerne schreiben möchtest auf und mache dir immer wieder Notizen, wenn dir passende Stichworte begegnen. Auf diese Weise sammelst du schon im Vorfeld viele Informationen und startest nicht mit einem leeren weißen Blatt, wenn du zu schreiben beginnst.

  1. Schritt – Content vermarkten:
    Im nächsten Schritt musst du deinen Content unter die Leute bringen. Nur wenn deine Inhalte gelesen werden, können sie Menschen begeistern und sie zu dir auf die Seite führen.
    Hier ein paar Möglichkeiten deinen Content im Netzt bekannt zu machen:

    a) Schreibe Kommentare auf themenrelevanten Blogs und hinterlege dort die URL zu deinem beitrag (das ist meistens möglich). Aber achte darauf, dass deine Kommentare auch sinnvoll und im besten Fall auch hilfreich sind, damit die Leser zu dir weiterklicken.

    b) Schreibe Gastbeiträge auf themenrelevanten Blogs. Du musst dich mit den Bloginhabern ein wenig anfreunden und sie davon überzeugen, dass du ihren Blog mit deinem Beitrag bereichern kannst.

    c) Suche dir fünf bis sechs starke Influenzer (Einflussnehmer) in deinem Themengebiet, auf deren Blogs du immer wieder kommentierst und wenn möglich auch Gastbeiträge schreibst. Im Idealfall kannst du solche Influenzer davon überzeugen dir ein Interview zu geben, das du dann wieder auf deinem Blog veröffentlichen kannst.d) Mache deine Artikel in verschiedenen Social Media-Portalen bekannt, in dem du auf deinen Fan- oder Firmenseiten deine Artikel anteaserst und in Kommentaren auf thematisch relevanten Seiten darauf hinweist. Eine gute Möglichkeit bieten Posts in themenrelevanten (Facebook-) Gruppen.e) Optimiere deine Seite für die Suchmaschinen (SEO) und für deine Besucher. Wie das effektiv funktioniert, erfährst du hier…(siehe „technisches SEO Audit“ von OnePage.org)

    f) Nicht zu letzt kannst du auch Facebook-Ads nutzen, wenn du einen guten Plan dafür hast und dein Budget begrenzt. Auf den ersten Blick sieht das nicht lukrativ aus. Aber Facebook bietet extreme Targetierungsmöglichkeiten bei ihren Ads, so dass du genau die Leute auf deine Beiträge bekommst, die deine Infos und – Achtung – deine Produkte suchen und brauchen. Der Einsatz von Facebook-Ads ist ein Rechenexempel, das man mit entsprechenden Tests durchführen muss. Zu diesem Thema empfehle ich dir die „1Cent pro Klick-Formel“ von Björn Tantau.

     

  2. Schritt – Converson erreichen:Das ist letztendlich das Ziel, weswegen wir den ganzen Aufwand betreiben, wir möchten den Besucher zu einem konkreten Interessenten (Lead) machen und den Interessenten dann auch irgendwann zum Kunden.
    Richte Eintragemöglichkeiten in deine Liste an. Das kannst du mit einem einfachen Formular in deiner Sidebar machen – verbunden mit dem Versprechen auf mehr Infos – oder mit eigens dafür eingerichteten Landingpages. Egal wie, wichtig ist der „Call to Action“ (CTA) – die Aufforderung jetzt zu handeln um sich die gewünschten Infos zu sichern.
  3. Schritt – Analytics:
    Zu guter letzt, musst du deine Aktionen und Aktivitäten überwachen, aufzeichnen und analysieren.
    Folgende Faktoren solltest du auf jeden Fall im Blick haben:a) Conversion: Anzahl der gewonnen Leads und die Zahl der Verkäufe und den daraus erwirtschafteten Umsatz.b) Conversionsrate (CVR): In Prozent der Anteil der gewonnen Leads aus der Anzahl der Besucher und der Anteil der Verkäufe aus den gewonnen Leads. Eventuell auch der Anteil der direkten Verkäufe aus den Besuchern – das ist allerdings eher weniger relevant, da heute kaum noch jemand bei seinem ersten Besuch kauft.c) Engagement: Meint die Anzahl der Kommentare, Shares, Likes und Tweets in deinen Beiträgen.

Das sind die wesentlichen Punkte für deinen Erfolg mit Content- bzw. Inbound-Marketing. Baue die Prozesse auf und optimiere sie ständig und andauernd.

In diesem Sinne, wünsche ich dir viel Erfolg bei deinen Vorhaben und Aktionen.

Lass es mich wissen, wenn du Informationen oder Hilfe dazu benötigt.

Uwe

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